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News-Blog

Linke Hochschulgruppe Stuttgart

Mi, 2.6., 19.00Uhr: “Die neue Unterschichtsdebatte und der ´aktivierende` Sozialstaat” 

May 27th, 2010
Vortrag und Diskussion
Prof. Fabian Kessl: “Die neue Unterschichtsdebatte und der ´aktivierende` Sozialstaat”
Veranstaltungsreihe “Sozialstaatlichkeit im Wandel”

Im Rahmen der Diskussion um die Arbeitsmarktreformen der letzten Jahre kam die Debatte um eine sogenannte “neue Unterschicht” auf. Diese “neue Unterschicht” ist nicht die “alte” eine soziologische Kategorie zur Beschreibung einer Bevölkerungsgruppe, die über die geringsten materiellen, kulturellen und sozialen Ressourcen verfügt. Sie ist ein politischer Kampfbegriff, mit dem eine Kulturalisierung der Debatte über soziale Ungleichheit erreicht werden soll.

Nicht nur strukturelle Ungleichheiten seien für Arbeitslosigkeit und sozialen Abstieg verantwortlich, sonderne eine “Unterschichtenmentalität”, die sich in Faulheit und Passivität äußere. Der Sozialstaat trage daran schuld, weil er die Menschen von sich abhängig mache und ihre “Eigeninitiative” zerstöre. Mit diesem Diskurs und seinen materiellen Resultaten wie der Hartz-IV-Gesetzgebung wird Sozialabbau gerechtfertigt und eine Bevölkerungsgruppe konstruiert, die - da potentiell faul, chaotisch und zum Sozialmissbrauch neigend - scharf überwacht werden müsse.

In der Veranstaltung wird die Debatte über die “neue Unterschicht” analysiert und gezeigt, wem diese Debatte dient und was ihre Ziele sind. Wie das LEitbild der Sozialen Arbeit durch die Debatte verändert wird und welche Kosnequenzen es für deren “zu aktivierende” Klientel hat, ist weiter Gegenstand des Vortrags.

Fabian Kessl ist Professor für Theorie und Methoden der Sozialen Arbeit an der Uni Duisburg-Essen. Er ist Mitherausgeber des Buches “Erziehung zur Armut? Soziale Arbeit und die ‘neue Unterschicht’” (2007).

Gemeinsame Veranstaltung mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung BaWü und attac Stuttgart

Mi, 2.6. 19.00Uhr | Stuttgart | Uni Mitte, K1, Keplerstr. 11, Raum 6.05

Critical Mass in Stuttgart 

May 27th, 2010

Seit einiger Zeit gibt es auch in Stuttgart eine “Critical Mass”. Sie ist eine weltweite Bewegung mit dem Ziel ein anderes Konzept zum motorisierten Individualverkehr aufzuzeigen und setzt sich für eine fahrradfreundliche Stadt, für öffentlichen Nahverkehr und das alternative Leben ein.

Weiter Infos gibt es auf der Webseite: http://criticalmassstuttgart.wordpress.com

Bildungsstreik und Krisenproteste im Juni 2010 

May 21st, 2010

In der Woche vom 7.-13. Juni gibt es wieder größere Proteste im Rahmen des Bundesweiten Bildungsstreiks sowie der Krisenproteste. Dabei wird es in Stuttgart eine Großdemo am Mittwoch, den 9.6. explizit zur Bildungspolitik geben sowie eine Krisendemo am Samstag, den 12.6. Dort wird es einen Bildungsblock geben.

Wir arbeiten an einem eigenen Aufruf, der demnächst hier veröffentlicht wird.
Weitere Informationen folgenden bald. Bitte beachtet auch unsere Veranstaltungen.

Mi, 5.5.: Vortrag und Diskussion “Die unternehmerische Hochschule und der Bildungsstreik oder: Welche Bildung braucht eine demokratische Gesellschaft?” 

April 30th, 2010
Vortrag und Diskussion, Dr. Thomas Sablowski: “Die unternehmerische Hochschule und der Bildungsstreik oder: Welche Bildung braucht eine demokratische Gesellschaft?”

Veranstaltungsreihe “Bildung und Befreiung. Ansätze kritischer politischer Bildung”

Spätestens seit den 1970er Jahren stellt sich die Frage nach den ausschließenden
Momenten der jeweiligen nationalen Bildungssysteme in Europa immer wieder neu.
Mit der neoliberalen Politik kam die unternehmerische Hochschule. Die
europäische Bildungs- und Hochschulpolitik brachte PISA-Studie und Bolognareform.

Welche emanzipatorischen Positionen und Bewegungen in Bezug auf Bildung und ihre
Institutionen lassen sich in dieser gesellschaftlichen Situation formulieren?
Wie kann Bildung in kritischer Absicht heute auf den Begriff gebracht werden?
Welche Perspektiven von Gegenwehr eröffnet die aktuelle Bildungsstreikbewegung?

Eine Einschätzung zu diesen Fragen gibt Thomas Sablowski,
Politikwissenschaftler, Vertretungsprofessor an der Universität Frankfurt/M.

Gemeinsame Veranstaltung mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung BaWü

Mi, 5.5.2010 19.00Uhr | Stuttgart | Uni Mitte, K1, Keplerstr. 11, Raum 6.05

Solidarität mit den BesetzerInnen in Freiburg 

April 30th, 2010

Die Linke Hochschulgruppe Stuttgart solidarisiert sich mit dem Besetzer_innen-Kollektiv, das am 23.04.2010 das schon länger leerstehende Haus in der Gartenstraße 19, Freiburg besetzt hat.

Im Rahmen der Freiraum-Kampagne “Plätze.Häuser.Alles” wird hiermit auf das in Freiburg sich immer weiter verknappende faire Wohnraumangebot aufmerksam gemacht. Die Besetzer_innen zeigen durch die Nutzung des ehemals leerstehenden Hauses als Info- und Umsonstladen, dass alternative Konzepte zum Bauwahn der Stadt und zur immer größer werdenden Wohnraumspekulation bestehen. Wir unterstützen diese politische Nutzung des Hauses, da sie einen Raum des Austauschs, alternativer Information und Vernetzung schafft.

Wir hoffen, dass die Umnutzung des Hauses als Zeichen und Ansporn dient, einen weiteren erfolgreichen öffentlichkeitswirksamen Kampf um Frei- und Wohnraum ob in Freiburg, Stuttgart oder sonstwo aufzunehmen.

Website der Besetzung: http://annefreiburg.blogsport.de/

Veranstaltungen im kommenden SoSe 2010 der Linke Hochschulgruppe Stuttgart 

April 10th, 2010

Auch im kommenden Semester (Sommersemester 2010) gibt es wieder ein reichhaltiges Veranstaltungsanbot von uns, bei dem es vor allem um den Themenkomplex Neoliberalismus sowie Burschenschaften gehen wird. Weitere Informationen gibt es auf der Termin-Seite.

Ihr seid alle herzlich eingeladen!

Film über Mumia Abu-Jamal am 9.2.2010 

February 9th, 2010

Do, 28.1. Vortrag&Diskussion: Konsum im Kapitalismus 

January 14th, 2010
Vortrag&Diskussion: Konsum im Kapitalismus: ‚Wohlstands- und Überflussgesellschaft’ - ‚Konsumterror und Konsumentenmacht’ von Prof. Dr. Hans Schwarz

Wer heute noch behauptet, Arbeiter hätten im Kapitalismus nichts zu verlieren als ihre Ketten, macht sich lächerlich. Nicht zuletzt vor den Leuten, von denen die Rede ist. Wir leben näm­lich in einer „Wohlstandsgesellschaft“, auch wenn die kleinen Unterschiede zwischen Kauf­­­­häusern und Discountern, Gourmetrestaurants und Frittenbuden, Studiosus- und Low-Budget-Reisen Zwei­­fel an der Behauptung aufkommen lassen könnten. Der Konsum der Menschen gilt ein­fach als letztes Ziel dieser Wirtschaft und als überaus gut bedient dazu. Als müsste um je­den Euro Lohn gekämpft werden, wenn dem so wäre!

Eine Kritik am Konsum im Kapitalismus gibt es allerdings auch. Die Gesellschaft laboriert nach verbreiteter Auffassung an einem Zuviel davon, so dass sie auch „Überflussgesellschaft“ heißt. Der „Kon­sumterror“ lauert in jeder Einkaufspassage und kommt jeden Abend mit der TV-Werbung ins Haus, die mit ihrer Manipulation „künstliche Bedürfnisse“ kreiert, damit die Kassen klingeln. Als rastloser Autofahrer versaut dann der Konsument das Klima, als un­ersättlicher Fleisch­esser nötigt er die Agrarindustrie, zu minimalen Preisen maximale Mengen von Gammel­fleisch über den Tresen zu reichen.
So kommt „König Kunde“ in den Genuss einer Doppelrolle: Als Konsument darf er dem Kapitalismus für eine Leistung danken, die gar nicht im Programm ist, nämlich Versorgung. Und die schädlichen Wirkungen, die das kapitalistische Wachstum tatsächlich auf Natur und Gesundheit hat, weil Gewinn statt Versorgung sein Ziel ist, darf der Konsument seinen maß­losen Ansprüchen zurechnen.

Der Vortrag will nicht nur erläutern, welche Rolle der Konsum im Kapitalismus faktisch spielt, sondern auch die gängigen Ideologien über „König Kunde“, seine Anfälligkeit für die Tricks der Werbung sowie seine „Konsumentenmacht“ kritisieren und diese Kritik zur Dis­kussion stellen.

Donnerstag, 28.1.2010, 19.00Uhr ct Stuttgart | Uni Stadtmitte, K I, Raum 6.05, Keplerstr. 11

Gegen Stuttgart21: Parkschützer 

December 1st, 2009

Es gibt jetzt die Website www.parkschuetzer.de , wo man gegen Stuttgart21 wirklich aktiv werden kann, sollte der Ernstfall drohen…

Demonstration Bundeswehr und Nato raus aus Afghanistan! / Stuttgart / Sa, 28.11.2009 13.00Uhr 

November 25th, 2009

Wir unterstützen den Aufruf für die Demonstation gegen den Militäreinsatz in Afghanistan. Leider ist Website des Bündnisses gerade down. Der Auruf liegt aber an vielen Punkten in Stuttgart aus. Die Demonstration findet am Samstag, dem 28.11.2009 statt und startet in der Lautenschlagerstr. gegenüber vom Hauptbahnhof um 13.00Uhr.

Seit mehr als 8 Jahren führt die BRD zusammen mit anderen NATO-Staaten und weiteren mit ihnen verbündeten Ländern Krieg gegen Afghanistan. Deutschland stellt mit derzeit maximal 4500 Soldaten für ISAF und zusätzlichen 300 Soldaten für das Airborne Warning and Control System (AWACS) das drittgrößte Militärkontingent der 42 beteiligten Staaten. Somit verfügt die BRD über einen hohen Einfluss auf die Kriegsführung und bestimmt maßgeblich das Kriegsgeschehen mit. Am 13. Dezember 2009 läuft das derzeitige Mandat für die Internationale Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) und die Operation Enduring Freedom (OEF) aus.

Mit dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan hat die BRD die Möglichkeit zur massiven Aufrüstung und Umstrukturierung derselbigen zur Angriffstruppe. Die BRD kann mit der Beteiligung an Kriegseinsätzen ihre führende Rolle im internationalen Politikgeschehen behaupten und ausbauen. Sie ist eine der tragenden Teile der NATO und einige der weltweit größten Rüstungskonzerne sind in Deutschland angesiedelt, wie zum Beispiel Heckler & Koch, Rheinmetall, Daimler, MAN, Siemens…

Auch heute schaffen es die deutschen Regierungen, ihre Beteiligung an Kriegen als gerechtfertigt, ja als Friedensmaßnahme zu verkaufen. Obwohl Sozialleistungen massiv gekürzt und gestrichen werden, die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft, steigt der Militäretat und die Ausgaben für Rüstung kontinuierlich. Aktuell fordert der US-Präsident Obama eine Aufstockung deutscher Truppen in Afghanistan auf bis zu 7 000 Soldaten, der Bundestag wird im Dezember über die Verlängerung und Ausweitung des Mandates entscheiden. Die Bundesregierung hat ein Interesse an der Fortführung dieses Krieges. Folglich liegt es in unserer Verantwortung dagegen aktiv zu werden und laut und deutlich unseren Protest gegen Krieg auf die Straße zu tragen!!

Krieg und Besatzung sind keine Lösung! Wir solidarisieren uns mit den fortschrittlichen Kräften in Afghanistan und fordern das sofortige Ende des Terrors gegen die afghanische Bevölkerung!

Kommt zur Demonstration in Stuttgart gegen die Verlängerung des Afghanistaneinsatzes!



Reguläre Treffen der

Linken Hochschulgruppe Stuttgart

  jeden Mittwoch
auf Anfrage
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BOLOGNA - Spaghetti oder Bildung?

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