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..:: Mi, 30.6.2010, 19.00Uhr ::..
Vortrag und Diskussion
Stephan Peters: Burschen (he)raus? Welche Funktionen hat eine studentische Verbindung in einer modernen Gesellschaft? Sie wirken antiquiert, teilweise sind sie Karnevalsvereinen ähnlich, sie pflegen merkwürdige Rituale. Es sind nur Männer zugelassen, Frauen sind schmuckes Beiwerk. Sie helfen sich gegenseitig an gute Posten zu kommen, sie pflegen ihre Netzwerke. Sie sind politisch aktiv, fallen jedoch kaum auf. Es geht um studentische Verbindungen, Korporationen, Burschenschaften. Wer sind sie, was machen sie, was wollen sie und wie vertragen sich diese Bünde mit einer modernen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts. Gemeinsame Veranstaltung mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung BaWü Mi, 30.6.2010 19.00Uhr | Stuttgart | Uni Mitte, K1, Keplerstr. 11, Raum 1.08 ..:: Di, 6.7.2010, 18.00Uhr ::..
Film, Vortrag und Diskussion
Aufstand der Zapatista Geschichte und aktueller Bezug zu einer indigenen Bewegung, die sich in der Weltöffentlichkeit seit 1994 durch ungewohnte Kreativität und fortschrittliche Ideen für ein bewusst antikapitalistisches basisdemokratisches und undogmatisches Gesellschaftskonzept einsetzt und damit insbesondere die Globalisierungskritik beeinflusst hat Der erste Teil des Abends soll eine kurze Einführung zum Hintergrund und den Anfängen des indigenen Aufstandes geben. Im dafür gezeigten Film „Der Aufstand der Würde“ (65 min., D 5/2007) werden das alltägliche Leben in Chiapas, Süd-Mexico und die Auswirkungen des Aufstandes auf die bäuerlichen Gemeinschaften vorgestellt. Weiterhin erfährt die/der Interessierte mehr zu den Strukturen der Zapatista, zu ihren vielen kreativen internationalen Kampagnen sowie zum globalisierungskritischen, radikal basisdemokratischen Politikverständnis. Im zweiten Teil des Abends wird die Referentin Katja Barth (CAREA e. V.) auf die eigentlichen Strukturen, die angestrebte Autonomie und die eigene praktische Umsetzung der Forderungen der Zapatista näher eingehen. An dieser Stelle wird genügend Zeit für Nachfragen und kurze Diskussionsbeiträge sein. Di, 6.7.2010 18.00Uhr | Stuttgart | Uni Mitte, K1, Keplerstr. 11, Raum 6.05 ..:: Di, 13.7.2010, 19.00Uhr ::..
Vortrag und Diskussion
Prof. Stephan Lessenich: Der neoliberale Sozialstaat: Hartz IV und Aktivierung Veranstaltungsreihe "Sozialstaatlichkeit im Wandel"
Der Sozialstaat befindet sich in einer Phase nachhaltiger Umbrüche. Globaler Wettbewerb und knappe Kassen, Emanzipation und demographischer Wandel sind nur einige Elemente eines komplexen Bedingungszusammenhangs, der den Sozialstaat seit geraumer Zeit massiv unter Druck setzt. Der in diesem Kontext sich vollziehende Wandel vom (ver-)sorgenden zum aktivierenden und investiven Sozialstaat steht im Mittelpunkt des Vortrages. Er deutet den aktuellen Umbau des Sozialstaats als eine Neuerfindung des Sozialen – im Sinne einer (re-formierten) “Aktivgesellschaft”, in der Mobilität, Flexibilität und Produktivität zu politischen Steuerungsformeln individuellen Selbstzwangs verkommen. Stephan Lessenich ist Professor für Soziologie an der Universität Jena. Seine Forschungsschwerpunkte sind: kritische Gesellschaftstheorie und Soziologie des Sozialstaats. Er ist u.a. Autor des Buches “Die Neuerfindung des Sozialen: Der Sozialstaat im flexiblen Kapitalismus” (2008) und Mitautor des Diskussionsbandes “Soziologie – Kapitalismus – Kritik: Eine Debatte”. Gemeinsame Veranstaltung mit attac Stuttgart und der Rosa-Luxemburg-Stiftung BaWü Di, 13.7. 19.00Uhr | Stuttgart | Uni Mitte, K1, Keplerstr. 11, Raum 1.08 ..:: Mi, 14.7.2010, 19.00Uhr ::..
Vortrag und Diskussion
Prof. Michael Weingarten/Dr. Annette Ohme-Reinicke: "Was heißt kritische und emanzipatorische Bildung heute?" Veranstaltungsreihe "Bildung und Befreiung. Ansätze kritischer politischer Bildung"
In kapitalistisch verfassten Gesellschaften bewegt sich Bildung immer in einem widersprüchlichen Verhältnis von Emanzipation und Herrschaft – so die Diagnose des Bildungstheoretikers Heinz-Joachim Heydorn. Einerseits soll Bildung für die Verwertungszwänge des Kapitals funktionalisiert werden, andererseits kann sie darin nicht völlig aufgehen. Denn die Momente von Emanzipation und Selbstbestimmung, die jeglicher Bildung innewohnen, leisten hartnäckig Widerstand. Doch gerade diese emanzipatorischen Aspekte werden vom neoliberalen Kapitalismus wiederum in Dienst genommen. Die Dialektik von Bildung und Herrschaft könnte eine weitere Schleife drehen. Vor diesem Hintergrund fragt der Vortrag, wie Begriff und Praxis emanzipatorischer Bildung heute zu denken sind und welche Rolle Schulen und Universitäten dabei spielen – drängende Fragen in Zeiten von PISA, Bologna Exzellenzinitiative und unternehmerisch geführter Hochschulen. Michael Weingarten ist Professor am Institut für Philosophie der Uni Stuttgart, Annette Ohme-Reinicke ist dort Lehrbeauftragte. Gemeinsame Veranstaltung mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung BaWü Mi, 14.7. 19.00Uhr | Stuttgart | Uni Mitte, K1, Keplerstr. 11, Raum 1.08 |
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| Letzte Aktualisierung ( Sunday, 27. June 2010 ) |

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